Andi Prielmaier

Andi Prielmaier
© Andi Prielmaier


Steckbrief

Spitzname Prielmajör
Geburtsdatum/Sternzeichen: 1972 ★
Wohnort: Warngau/Tegernsee Bayern

Antworten - Visionen

    • Wann hast du mit dem Freeriden begonnen? Seit wann fährst du Ski? Freeriden beginnt man nicht, es ist eine Lebenseinstellung J. Ich fahre seit dem vierten Lebensjahr Ski. Viele Jahre bin ich Snowboard gefahren, ab und zu fahre ich immer noch Snowboard, der Gedanke ist der gleiche, egal ob beim Skifahren, Snowboarden, Mountainbiken, Surfen egal wo, …eben eine Lebenseinstellung, der alle Lebensbereiche betrifft.
    • Seit wann wirst du von KOMPERDELL ausgestattet? Hm, seit 2 Jahren
    • Was verbindest du mit der Marke KOMPERDELL? Erstklassige Skistöcke und Protektoren. Ein steifer Skistock hat einen großen Einfluß auf die Fahrstabilität auch im Gelände. Das war mir zuvor nicht so stark bewusst.
    • Was sind deine Favorite Tricks beim Freeriden und was möchtest du noch können? Es geht mir weniger um die Performance, um die Tricks, sondern mehr um das spielerische Element, den Spaß beim Freeriden. Der Leistungsgedanke passt zum Begriff Freeride meiner Ansicht nach nicht sonderlich gut. Freeriden hat was mit, Individualität, Freiheit, Abenteuer, Natur, dem Gefühl „frei“ zu sein zu tun, wie der Name schon sagt. Natürlich möchte sich jeder auch weiterentwickeln…Stell dir vor „Du ballerst Vollgas einen steilen Hang hinunter, kantest dann deine Ski auf, drückst die Knie zum Hang, legst dich in die Kurve, drückst das Tail noch tiefer in den Schnee, wow, fetter spray tausende Schneekristalle fliegen dir um die Ohren, du spürst die Energie. Du drehst dich um, dickes Grinsen, ein Glücksgefühl, in diesem Moment bist du im jetzt“, das ist Freeriden für mich. Switch fahren im powder das ist Freeriden für mich. Fetter Drop mit einem verdrehten, laaaang verzögertem x-up in einen Big Mountain Run einzubauen das ist Style, das ist Freeriden für mich. Freeriden ist die Vielfalt und Kreativität abseits plattgewalzter Pisten. Einer der geilsten Moves ist ein Lincoln, den würde ich gerne können.
    • Welche Skigebiete/Touren/Orte magst du am liebsten? Wow da gibt es soviele. Ich liebe unsere kleinen Berge vor der Haustür, wenn es genug Powder hat, da gibt es Runs wie in Kanada direkt vor der Haustür. Hochfügen, La Grave, Dolomiten da bin ich oft und gerne. Wenn es keinen Schnee bei uns hat, dann geht’s ab in den Flieger, einer meiner „Lieblinge“ ist Gulmarg/Kashmir.
    • Welche großen Erfolge hattest du bereits? Hm Erfolge, Leistung besser zu sein als der anderen, das hat für mich mit Freeriden nicht viel zu tun. Jedoch leben wir, lebe ich in einer Leistungsgesellschaft und dem komme ich auch nicht aus, darum habe ich das schneller höher und weiter auch in mir. Zum Glück habe ich aber beides in mir, sonst kann man das Leben nicht genießen. Meine Erfolge: Teilnahme Snowboard World Cup Snowboard (vier Jahre) und Europameisterschaften, Vize Deutscher Meister Snowboarden, Disziplin GS,  Erstbefahrungen mit den Skiern und Snowboard in Neuseeland, Kaukasus, Grönland, Himalaya; Zahlreiche Expeditionen: u.a. in Burma.
    • Was ist das Faszinierende am Freeriden? Sich von der Hektik, einer konstruierten Welt zu lösen, sich frei zu fühlen, Zeit zum Atmen zu haben. Die Energie der Natur und die eigene Energie zu spüren. Im hier und jetzt zu sein, dass bewusst wahrzunehmen was man gerade macht, weil man nicht abgelenkt ist durch seinen Verstand und durch unzählige äußere Reize die einem den Blick vernebeln. Hier gibt es keine von Menschen gemachten Regeln und Verbote sondern Regeln die elementar sind, von der Natur gegeben sind.
    • Welchen Sport würdest du machen wenn es keinen Schnee gibt? Biken das mache ich im Sommer viel, Klettern und Wellenreiten, der Inbegriff des Soulridens
    • Wie sieht deine Knochenbruchbilanz aus? Puuh, nächste Frage, möchte mich gar nicht daran erinnern
    • Welche anderen Verletzungen hattest du bereits vom Freeriden? Noch so eine Frage, Verletzungen hinterlassen ihre Spuren auch in der Psyche und die möchte ich nicht aufkratzen. Ein wenig Angst vor Verletzungen fährt immer mit.
    • Hattest du schon mal ein außergewöhnliches Erlebnis mit einem KOMPERDELL Rückenprotektor? Bei einigen Stürzen war ich froh das ich das Ding dabei gehabt habe.
    • Hast du ein Idol, wenn ja wer ist dein Idol? Idol, Vorbild, naja ich möchte nicht genau diese Persönlichkei sein, den jeder ist sein eigener Meister und Lehrling zugleich. Jesus Christus, Buddha, Ghandi, mein Sohn sind Vorbilder, da sie mich positiv beinflusst haben und beeinflussen. Annemarie Stömer, Hermann Hesse, Francisco Goya, Jason Polakow, Hermann Buhl, Reinhard Karl beim Skifahren Kaj Zackrisson und Candide Thovex.
    • Welche 3 Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen? Meinen Sohn, meinen anderen Teil, longboard
    • Wovor fürchtest du dich am meisten? Am Ende vom Leben, aufzuwachen und feststellen fremdbestimmt gelebt zu haben und nicht auf die innere Stimme gehört zu haben.
    • Was hast du auf jeden Fall immer mit im Rucksack wenn du in den Bergen unterwegs bist? Ein Tegernseer Bier, das ist super J
    • Wo siehst du dich in 10 Jahren? Keine Ahnung, ich versuche mehr zu lernen in der Gegenwart zu leben. Eine Vorstellung von der Zukunft habe ich natürlich schon, doch gerade in der westlichen Welt plant man meiner Ansicht nach zu viel. Ich möchte bis dahin einige meiner Träume realisiert haben, wie z.B. eine Ski und Sail Expedition nördlich des Polarkreises. Ich sehe mich als modernen Freeride hippie mit Wurzeln.
    • Lieblingsfilm? Gibt es soviele, z.B. Matrix, Pulp Fiction, das Leben ist schön, Barfuß
    • Lieblingssong?  Imagine all the people von John Lennon ist einer von ganz vielen
    • Lieblingsessen? Pasta, aber scharf
    • Was ist dein Motto? Überwinde deine Angst, lebe deinen Traum, höre auf dein Herz, den darin liegt dein Glück.
    • Welche Ziele/Pläne hast du für die Zukunft? Puuh viele Projekte, sportlich wie privat umzusetzen. Positiv denken, ich versuche bewusst zu leben und mich für Umweltprojekte zu engagieren.